Erstkommunion unter freiem Himmel, St Johannes der Täufer, Bad Bentheim, Juli 2020

Von Sebastian Hamel, GN vom 13.07.20

Bad Bentheim Andächtig lassen Querflöte, Gitarre und Klavier das Leonard-Cohen-Lied „Hallelujah“ erklingen, als sich die Festgemeinde zum Einzug von Priester und Messdienern erhebt. Nicht in, sondern vor der Kirche St. Johannes der Täufer in Bad Bentheim haben sich die Gläubigen an diesem Sonntag versammelt: Es ist der letzte von insgesamt drei Freiluftgottesdiensten, welche die Pfarreiengemeinschaft Obergrafschaft zur Feier der Erstkommunion auf der großen Wiese zwischen Gotteshaus und Nordring am Wochenende veranstaltet hat. 43 Kommunionkinder und zusammen mehr als 500 Besucher nahmen an den zwei Feiern am Samstagnachmittag sowie dem Gottesdienst am Sonntagmorgen teil.

Feierlicher Gottesdienst mit Abstandsregeln

Die Erstkommunion ist ein besonderer Tag, und dieses Jahr ist er ganz besonders“, sagt Pfarrer Hubertus Goldbeck zur Begrüßung. 17 Bänke und 200 Stühle haben fleißige Helfer auf der Grünfläche aufgestellt: Auf den Bänken sitzen die Kommunionkinder mit ihren engsten Familienangehörigen, die Stühle wurden so postiert, dass die nötigen Abstandsregeln gewahrt bleiben. Die Besucher hatten sich zuvor angemeldet und betraten das Gelände über zwei Eingänge, wo eine Registrierung erfolgte. 

Trotz aller Vorschriften sind die Verantwortlichen bestrebt, den Gottesdienst so feierlich wie möglich zu gestalten. Einen bedeutsamen Teil trägt hierzu das Musik-Team bei, welches die Messe gesanglich und instrumental begleitet. Die Gemeinde selbst darf – so die aktuellen Bestimmungen für katholische Gottesdienste – nur zwei Lieder singen. „Aber mit dem Herzen mitsingen oder summen geht immer“, ermutigt Pfarrer Goldbeck die Gläubigen. 

In seiner Predigt gibt der Geistliche den Kindern die Zusage, dass Gott immer zu ihnen stehen wird: „Egal, was ihr könnt, und egal, wie ihr drauf seid – ihr seid ihm etwas wert. Was auch immer passiert im Leben: Wir bedeuten ihm etwas.“ Dabei betont er auch die Bedeutung der Kommunion: „Communio“, lateinisch für „Gemeinschaft“, beschreibe die Gemeinschaft miteinander und mit Gott. Zur Austeilung der Kommunion stellen sich die Kinder schließlich vorne an markierten Stellen auf. Die übrigen Gottesdienstbesucher bleiben an ihren Plätzen, während die Kommunionhelfer durch die Reihen gehen. 

Pfarrer Goldbeck zeigt sich am Ende der Feier sichtlich zufrieden: „Es war eine gute Entscheidung, die Erstkommunion in dieser Form auszurichten.“ Dies sei nur möglich gewesen, weil viele Ehrenamtliche sich beteiligt hätten, betont er. Die Gemeinde spendet daraufhin kräftigen Applaus. 

Viele freiwillige Helfe organisierten den Gottesdienst

Die gesamte Planung musste innerhalb von gut drei Wochen bewerkstelligt werden – nachdem das Bistum Osnabrück mitgeteilt hatte, dass die wegen der Corona-Pandemie im Frühjahr abgesagten Kommunionfeiern ab dem 1. Juli wieder stattfinden dürfen. So begab sich der Pfarrer zusammen mit Katechetinnen und Mitgliedern des Pfarrgemeinderates auf die Suche nach Ideen zur Umsetzung. Als schließlich die Wahl auf die Freiluft-Gottesdienste fiel, bildeten sich daraufhin fünf Gruppen, die sich um die inhaltliche Gestaltung, die äußeren Bedingungen wie das Beschaffen und Aufstellen der Stühle, das Hygienekonzept, die Technik und die Musik kümmerten. Insgesamt waren 50 bis 60 freiwillige Helferinnen und Helfer in die Organisation der Gottesdienste involviert – und auch die Jugendlichen der Gemeinde unterstützten das Vorhaben: In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag übernachteten sie auf dem Kirchengrundstück und „bewachten“ die Stühle und Bänke, die in der Nacht auf der Wiese stehen blieben. 

Auch Ute Quaing vom Pfarrgemeinderat ist am Sonntagmittag erleichtert und glücklich, dass alles gut über die Bühne gegangen ist – insbesondere, dass das Wetter mitgespielt hat. „Wir hatten schließlich keinen Plan B“, sagt sie. „Aber alles hat super geklappt.“ Die Grünfläche vor der Kirche habe man bislang noch nie in dieser Form genutzt, auch das sei eine Premiere gewesen. Von den Besuchern habe sie viele positive Rückmeldungen erhalten – bis hin zu der Aussage: „Eigentlich müssten wir das immer so machen.“ 


Bericht aus den Grafschafter Nachrichten, 13.07.20

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