"Lasst nicht nach in eurem Eifer, lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn. Freut euch in der Hoffnung, seid geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!" Röm 12, 11-12
"Lasst nicht nach in eurem Eifer, lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn. Freut euch in der Hoffnung, seid geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!" Röm 12, 11-12

Wir sind faire Gemeinde!


 

 

Fairkauf am Bollerwagen 

 

Am kommenden Sonntag, 18. Oktober findet im Anschluss an die hl.Messe um 10:30 Uhr vor der Kirche St.Johannes d.Täufer wieder der "Fairkauf am Bollerwagen" statt.

Es gibt u.a. fair gehandelten Kaffee, Tee, Schokolade und vieles mehr zu kaufen. 
Ausserdem wird Mineralwasser ausgeschenkt und es gibt die Gelegenheit zum Gedankenaustausch und zum Kennenlernen.
Herzliche Einladung!

 

(Übrigens: wussten Sie schon, dass der Bollerwagen regelmäßig am 01. & 03. Sonntag des Monats für den Fairkauf zum Einsatz kommt?) 

Rezepte mit fair gehandelten Zutaten
2020_FW_Rezeptheft_web.pdf
PDF-Dokument [1.7 MB]

50 Jahre Fairer Handel  Brot für die Welt und MISEREOR feiern die große entwicklungspolitische Bewegung  (misereor, Berlin/ Aachen, 7. September 2020)

Vor genau 50 Jahren, im September 1970, kamen die ersten fair gehandelten Produkte in Deutschland auf den Markt: Aktionsgruppen boten in Kirchengemeinden Kunsthandwerk aus Asien, Afrika und Lateinamerika an. Bald darauf gab es auch fair gehandelten Kaffee, das bis heute erfolgreichste Produkt. Zur Eröffnung der Fairen Woche am 10. September feiern Brot für die Welt und MISEREOR gemeinsam mit Engagierten und Fair-Handelsinitiativen aus dem Globalen Süden dieses Jubiläum. Rund 50.000 Menschen sorgen heute in Deutschland in Weltläden, Kirchengemeinden, Jugendverbänden und Schulen dafür, dass Kaffee, Tee, Gewürze und viele andere Produkte zu einem Preis verkauft werden, der den Produzentinnen und Produzenten ein Leben in Würde ermöglicht. 

Der Einsatz für einen gerechten Preis setzte eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte in Gang: Inzwischen führt jeder Supermarkt Waren aus fairem Handel, und die Zahl der Kundinnen und Kunden, die mit ihrem Einkauf auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen am Anfang der Lieferketten verbessern möchten, nimmt stetig zu. Heute werden in Deutschland 1,85 Milliarden Euro mit fair gehandelten Produkten umgesetzt. Trotzdem sind weiterhin politische Schritte notwendig, um die wirtschaftliche Position der Produzentinnen und Produzenten im Globalen Süden zu stärken.

Konsum auf dem Rücken anderer

Die beiden kirchlichen Hilfswerke appellieren an die politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger, dass die Bedingungen des Fairen Handels Standard für den globalen Handelsverkehr werden. „Wenn wir Hunger, Armut und Ungerechtigkeit überwinden wollen, muss der globale Handel insgesamt gerechter und fair werden. Unser Konsum darf nicht weiterhin auf dem Rücken der Menschen am Anfang globaler Wertschöpfungsketten erwirtschaftet werden“, sagt die Präsidentin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel. „Dazu brauchen wir Handelsverträge, die Menschenrechte und Umweltstandards berücksichtigen und ein Lieferkettengesetz, das Unternehmen bei fahrlässiger Nichteinhaltung ihrer Sorgfaltspflichten in die Verantwortung nimmt. Der Faire Handel zeigt, dass dies möglich ist.“

Brot für die Welt und MISEREOR unterstützen seit 50 Jahren Partnerorganisationen im Globalen Süden beim Fairen Handel. Gerade während der Corona-Pandemie hat sich der Faire Handel bewährt. Wenn Produzentinnen und Produzenten mit einem festen Preis rechnen und sich darauf verlassen können, dass die Ernte bei Bedarf vorfinanziert wird, sichert der Faire Handel Kleinbäuerinnen und Kleinbauern auch in Krisenzeiten die Existenz.

Strukturen aus der Kolonialzeit

Stephan Burger, Erzbischof von Freiburg und MISEREOR-Bischof, sagt: „Gerade beim Kaffee zeigt sich, dass Fairer Handel ein erfolgreiches Modell für alle Beteiligten ist. Strukturen im Kaffeeanbau, die noch aus der Kolonialzeit stammen und Menschen in Armut halten, können überwunden werden.“ Zugleich beklagt er die niedrigen Weltmarktpreise der letzten drei Jahre, während sich die Renditen der wenigen großen Kaffeeröster auf einem historischen Höhepunkt befinden. „Wir setzen uns dafür ein, dass Bäuerinnen und Bauern für ihre Arbeit gerecht bezahlt werden. Dazu gehört die Anerkennung der wirklichen Kosten, die etwa im Kaffee stecken: die schonende Behandlung des Bodens durch einen nachhaltigen Anbau und der Erhalt der Biodiversität.“

Brot für die Welt und Misereor betonen auch die besondere Bedeutung des Fairen Handels für die Kirchen in Deutschland. „Der Einsatz für den Fairen Handel war und ist ein ökumenisches Projekt“, sagt Füllkrug-Weitzel. Die Zusammenarbeit für globale Gerechtigkeit an der kirchlichen Basis wurde schon früh zu einer Selbstverständlichkeit, und der Faire Handel hat auch in Deutschland viel bewirkt. Er ist ein Eckpfeiler für das Globale Lernen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen geworden. „Wir alle müssen global denken und lokal handeln“, zitiert der MISEREOR-Bischof einen Leitspruch der Bewegung.

 

Quelle: Misereor 

 

Aktion „Faire Gemeinde“

Ich freue mich, wenn sich in unserem Bistum viele Gemeinden und Pfarreiengemeinschaften an der Aktion beteiligen, und unterstütze die Initiative ausdrücklich!“ Mit diesen Worten hat Bischof Franz-Josef Bode die Aktion „Faire Gemeinde“ im Frühjahr 2012 eröffnet. Er ist begeistert davon: „Durch diese Initiative wird eine praktische, weltumspannende Solidarität möglich. So können wir als Kirche dem Auftrag des Evangeliums nachkommen und Gerechtigkeit konkret mitgestalten. Faire Gemeinden fördern unsere Glaubwürdigkeit!

Mit der Aktion soll bereits aktiven Gemeinden Respekt gezollt und ihr Engagement öffentlich gemacht werden. Gemeinden, die sich bisher noch nicht engagieren, sollen angeregt, ermutigt und unterstützt werden, sich in Zukunft mehr Gedanken über faires und ökologisches Verhalten zu machen. Unterstützung bekommen die Gemeinden durch einen praktischen Leitfaden, in dem sich Argumente für faire und ökologische Produkte, ein Überblick über verschiedene Sozial- und Umweltsiegel, ein Einkaufsführer, hilfreiche Links und weitere Informationen rund um das Thema befinden. Mit einer schriftlichen Selbstverpflichtung können die Gemeinden dann deutliche Akzente setzen: Aus fairen Kriterien und ökologischen Kriterien, wie z.B. fairer Verköstigung bei Veranstaltungen, fairen Geschenke, Verwendung fair gehandelter Blumen, Umsetzung von Energiesparmaßnahmen, Einsatz regionaler und biologisch erzeugter Produkte und Verwendung von Recyclingpapier sollen mindestens fünf ausgewählt werden, die die Pfarrei dann umsetzt. Inzwischen gibt es im Bistum über 100 Faire Gemeinden.

Text: Bistum Osnabrück 

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