Liebe Leserinnen und Leser,

in einem liturgischen Kalender fand ich die Gedanken:


„Advent ist die Zeit, sich auf den Weg zu begeben.

Es sind Wege, die abgebrochen waren: 

Wege von Mensch zu Mensch,

vom Mann zu seiner Frau, von der Frau zu ihrem Mann, 

von den Eltern zu ihren Kindern, von den Kindern zu ihren Eltern,

Wege zu den Nachbarn, zu den Arbeitskollegen,

Wege zu den Fernstehenden, zu Menschen in Not.

Advent ist die Zeit, in der man Lichter entzündet:

ein Licht der Anerkennung,

ein Licht der Aufmunterung, 

ein Licht der Verzeihung,

ein Licht der Liebe,

ein Licht der Freude,

ein Licht der helfenden Tat.“

 

Diese Gedanken beschreiben zwei Kernpunkte der Adventszeit. 
Advent heißt:

ein Licht anzünden und sich auf den Weg machen.

Wer ein Licht anzündet, der vertreibt ein Stück Dunkelheit,

der vertreibt etwas von der Dunkelheit des Leidens und der Traurigkeit.

Und wer sich auf den Weg macht, der kommt voran, der nähert sich

seinen Mitmenschen, der überwindet trennende Mauern.

Wer jetzt im Advent ein Licht anzündet und sich auf den Weg macht,

der bricht wie die Hirten in Bethlehem auf zum Kind in der Krippe.

 

Das ist der Sinn der Adventszeit:

sich Gott nähern, indem ich die Welt ein Stück heller und wärmer mache;

Gott ehren, indem ich meine Mitmenschen beglücke.
So wird der Dienst an meinen Mitmenschen zum 
Gottesdienst.

 

Ich wünsche Ihnen viel Freude an den neuen Adventsmeditationen.

 

 

Pater Wilhelm Ruhe

 

 

Freue dich

 

Die Adventszeit ist ein Weg, ein Weg zum großen Weihnachtsfest.

Und Weihnachten hat sehr viel mit einer ganz tiefen Freude zu tun.

In diesem Sinne darf die Adventszeit auch die Zeit der Vorfreude sein.

„Die größte Gefahr des Menschen ist nicht irgendeine Katastrophe,

sondern der Verlust der Lebensfreude.“ (Pierre Teilhard de Chardin)


Thomas von Aquin nennt folgende sechs Stichworte,

die für die Lebensfreude wichtig sind:

genießen, schlafen, schwimmen, weinen, Freundschaften, beten.

 

1. Genießen.

    Das Leben darf nicht zu einer unerträglichen Last werden.

    Ich muss mir auch mal etwas gönnen können.

    Wer nicht genießen kann, wird ungenießbar.

 

2. Schlafen.

    Das Schlafen ist Erholung für Leib und Seele.

    Es ist ein Stück Befreiung von Pflicht und Verantwortung.

 

3. Schwimmen.

    Das Schwimmen zeigt mir auf wunderbare Weise,

    dass mein Leben getragen wird.

    Die Schwerkraft wird außer Kraft gesetzt.

    So hat das Schwimmen durchaus eine religiöse Dimension.

 

4. Weinen.

    Das Weinen ist ein Zeichen für Gefühl und Mitgefühl.

    Wer weint, zeigt, dass er ein Herz hat - für sich und andere.

    Außerdem: Man sieht alles anders mit Augen, die geweint haben.

 

5. Freundschaften.

    Freundschaften sind der wahre Reichtum des Lebens.

    Freundschaften machen glücklich.

 

6. Beten:

    Das Beten erinnert mich an den tiefsten Sinn und an das größte Ziel

    meines Lebens.

    Das Beten schenkt mir Geborgenheit und Dankbarkeit.

Bild © Dombuchhandlung.de

Die Bardeler Adventsmeditationen 2021

 

Die beliebten Adventsmeditationen aus Bardel sind erhältlich und treten in neuem Gewand auf.
Die von Pater Wilhelm zusammengestellten oder selbst geschriebenen Kurzgeschichten, Gedichte und Gebete sind anregende Begleiter vom 1. Advent bis Weihnachten. Die Hefte (80 Seiten, Format DIN A5) sind für 4 Euro pro Stück erhältlich in unseren Pfarrbüros. Sie können auch (zzgl. Versandkosten) bestellt werden unter bestellservice@dom-buchhandlung.de oder unter TEL 0541 35738-20.

 

 

ISBN/EAN: 9949919000347 
Sprache: Deutsch 
Umfang: 68 
Einband: Kein Einband


Wer die Adventsmeditationen lieber online lesen möchte, der findet hier parallel täglich einen Text aus der aktuellen Ausgabe.

 

Unser großes Dankeschön geht an Pater Wilhelm für diese Texte, Gebete und Meditationen!

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